Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) – Behandlung von Demenz-Erkrankungen

Gemeinsam gegen Alzheimer und Demenz

Hintergrund der Erkrankung:
Weltweit leiden 50 Millionen Patienten unter einer Demenzerkrankung. Die Alzheimer-Krankheit ist dabei die am weitesten verbreitete Form (60-70% der Patienten) dieser neurodegenerativen Erkrankung. Zu den typischen Symptomen zählen je nach Krankheitsstadium (leichtgradig, mittelschwer, schwer) Gedächtnisverlust, Orientierungslosigkeit, Probleme beim Sprechen, Schwierigkeiten bei der Ausübung vertrauter Tätigkeiten oder auch Persönlichkeitsveränderungen. Diese Störungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und nehmen im weiteren Verlauf der Erkrankung zu. In der Folge ist der Alltag nicht mehr allein zu bewältigen und die Patienten sind zunehmend auf Unterstützung angewiesen. Die Lebensqualität von Betroffenen und ihren Angehörigen wird dadurch deutlich eingeschränkt.

Grundlage der Behandlung:
Basierend auf klinischen Studiendaten wurde die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) neu zugelassen und mittlerweile erfolgreich in zahlreichen Kliniken und Praxen bei leichter und mittelschwerer Erkrankung von Alzheimer-, Demenz- und Parkinsonpatienten eingesetzt. Bei schwerer Alzheimer-Demenz ist die Anwendung der TPS® leider nicht mehr angezeigt.

Ziel der TPS® ist es, die kognitiven Fähigkeiten der PatientInnen zu regenerieren und möglichst lange aufrechtzuerhalten. Gemäß der erfolgten klinischen Studien zeigt sich mittlerweile auch in der ärztlichen Praxis, dass die TPS® wirksam, lang anhaltend und nebenwirkungsfrei ist.

Informationen zum Therapiegerät:

Die Transkranielle Pulsstimulation (TPS®) wird mit dem medizintechnischen Gerät NEUROLITH® durchgeführt. NEUROLITH® erzeugt kurze, präzise Stoßwellen, die transkraniell, also durch die Schädeldecke hindurch, in das Gehirn appliziert werden. Bis zu einer Tiefe von acht Zentimetern können so alle Gehirnregionen stimuliert werden, die von einer Alzheimer-Demenz-Erkrankung betroffen sind. So können kurzfristige Membranveränderungen an den Hirnzellen herbeigeführt werden, die die Konzentration von Transmittern und weiteren biochemischen Stoffen lokal verändern. Dadurch werden Ionenkanäle stimuliert und es kommt zu einer Vermehrung von Blutgefäßen (Neoangiogenese), die zu einer besseren Versorgung des Hirngewebes führen. Außerdem wird Stickoxid (NO) freigesetzt, was zu einer Erhöhung der Durchblutung führt.

Planung und Verlauf der TPS®-Therapie:

Vor Beginn der Therapie stehen die Beratung und die Anamnese. Hierzu kommen der/die PatientIn in Begleitung eines Angehörigen oder einer betreuenden Person in die Praxis. Bitte bringen Sie hierzu alle neurologischen Unterlagen, sonstige Befunde (z. B. Laborwerte) sowie idealerweise vorhandene MRT-Daten (Kernspintomographie) mit. Anhand dieser Daten und durch das persönliche Gespräch wird der aktuelle Status der Erkrankung ermittelt und auch eruieren, ob und welche weiteren Indikationen rund um die Behandlung betrachtet bzw. berücksichtigt werden sollten.

Eine Therapie-Sitzung dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Insgesamt umfasst eine TPS®-Behandlungsserie durchschnittlich 6 Sitzungen, die innerhalb von 2 Wochen stattfinden. Während der Behandlung bewegt der Arzt ein Handstück, welches gezielt Pulse auf die betroffenen Gehirnareale appliziert, sanft über die Kopfhaut. Dieser Vorgang kann in Echtzeit betrachtet und dokumentiert werden, sodass Arzt und PatientIn auf einem Bildschirm genau mitverfolgen können, welcher Bereich des Gehirns gerade erreicht und aktiviert wird. Pro Behandlung erfolgen exakt 6.000 Pulse.

Für Patienten ist die TPS® schmerzfrei und unkompliziert. Der/die PatientIn sitzt entspannt in einem Behandlungsstuhl und kann sich jederzeit frei bewegen. Auch ist keine Einnahme von Medikamenten notwendig und im Anschluss kann der normale Tagesablauf fortgeführt werden.

(Quelle und Wortlaut: https://www.tps-neuro.com/de/)